Was brauchst du für Sim Racing?
Die Checkliste für dein erstes Setup
Du möchtest mit Sim Racing anfangen.
Vielleicht hast du schon einige Rennen verfolgt, beeindruckende Sim-Racing-Setups im Internet gesehen und angefangen, Lenkräder, Pedale und Cockpits miteinander zu vergleichen.
Doch dann kommt die entscheidende Frage:
Was brauchst du eigentlich, um mit Sim Racing zu starten?
Die gute Nachricht: Dein erstes Setup muss weder kompliziert noch besonders teuer sein. Grundsätzlich brauchst du einen PC oder eine Konsole, einen Rennsimulator, ein Lenkrad, Pedale und einen Bildschirm. Wenn du dir allerdings ein festes Sim-Racing-Setup aufbauen möchtest, solltest du von Anfang an eine weitere Komponente berücksichtigen: das Cockpit.
Ein stabiles Cockpit bildet die Grundlage für deine Hardware, sorgt für eine gleichbleibende Sitzposition und erleichtert spätere Upgrades.
Du musst auch nicht alles auf einmal kaufen. Viel wichtiger ist, dass du verstehst, welche Aufgabe die einzelnen Komponenten erfüllen und wie sie zusammenspielen.
Schauen wir uns an, worauf es ankommt.
1. PC oder Konsole: Die richtige Plattform wählen
Bevor du Sim-Racing-Hardware kaufst, brauchst du zunächst eine Plattform, auf der dein Rennsimulator läuft.
Sowohl am PC als auch auf der Konsole kannst du ein hervorragendes Sim-Racing-Erlebnis haben. Allerdings gibt es einige wichtige Unterschiede.
Sim Racing auf der Konsole
Konsolen sind in der Regel unkompliziert. Du schließt kompatible Hardware an, installierst dein Rennspiel und kannst direkt losfahren.
Wenn du bereits eine passende Konsole besitzt, ist das ein bequemer Einstieg.
Allerdings ist die Auswahl an kompatibler Hardware eingeschränkter. Außerdem ist nicht jeder Rennsimulator für jede Konsole verfügbar.
Sim Racing am PC
Ein Gaming-PC bietet normalerweise mehr Flexibilität.
Je nach Simulator stehen dir am PC mehr Lenkräder, Wheelbases, Pedale, zusätzliche Programme, Community-Inhalte und umfangreichere Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Auch der spätere Ausbau zu einem komplexeren Setup lässt sich am PC häufig einfacher umsetzen.
Keine der beiden Plattformen macht dich automatisch zu einem besseren Fahrer.
Entscheidend ist, ob deine gewählte Plattform die Simulatoren und die Hardware unterstützt, die du verwenden möchtest.
Tipp für Einsteiger: Prüfe vor dem Kauf einer Wheelbase, eines Lenkrads oder eines Pedalsets immer die Kompatibilität. Nicht jede Sim-Racing-Hardware funktioniert mit jeder Konsole.
2. Rennsimulator: Finde die Rennserie, die zu dir passt
Sobald du dich für eine Plattform entschieden hast, brauchst du natürlich noch einen Simulator.
Zum Glück gibt es reichlich Auswahl.
Manche Sim Racer lieben spannende Online-Rennen. Andere bevorzugen GT-Rennen, Formel-Fahrzeuge, Langstreckenrennen, Rallye, Drifting oder möchten einfach ihre Lieblingsautos auf bekannten Rennstrecken fahren.
Zu den bekanntesten Rennsimulatoren gehören:
- iRacing: Bekannt für organisierte Online-Rennen in verschiedenen Motorsport-Disziplinen.
- Assetto Corsa: Beliebt wegen seines Fahrgefühls, der großen Fahrzeugauswahl und der umfangreichen Community-Inhalte.
- Assetto Corsa Competizione: Konzentriert sich hauptsächlich auf GT-Rennsport.
- Le Mans Ultimate: Legt den Schwerpunkt auf Langstreckenrennen.
- Gran Turismo: Bietet PlayStation-Spielern einen zugänglichen Einstieg in die Rennsimulation.
Jeder Simulator bietet ein etwas anderes Erlebnis. Welcher am besten zu dir passt, hängt deshalb von deinen Interessen ab.
Wenn du gerade erst mit Sim Racing anfängst, wähle am besten eine Motorsport-Disziplin, die dich ohnehin begeistert.
Andere Simulatoren und Rennklassen kannst du später immer noch ausprobieren.
3. Beginne mit einem stabilen Sim-Racing-Cockpit
Wenn du dein erstes festes Sim-Racing-Setup zusammenstellst, gehört das Cockpit zu den wichtigsten Entscheidungen.
Natürlich schaut man zuerst auf das Lenkrad oder die Wheelbase. Schließlich sind das die Komponenten, die sofort ins Auge fallen.
Doch die Konstruktion, auf der deine Hardware montiert wird, ist mindestens genauso wichtig.
Ein Sim-Racing-Cockpit, auch als Sim Rig bezeichnet, bietet eine stabile Grundlage für deine Wheelbase, Pedale und deinen Rennsitz.
Es hält alle Komponenten an ihrem Platz und ermöglicht dir eine gleichbleibende Fahrposition.
Warum ist ein stabiles Cockpit so wichtig?
Während eines Rennens wirken unterschiedliche Kräfte auf deine Hardware.
Das Force Feedback erzeugt ein Drehmoment, das über die Wheelbase auf deren Befestigung übertragen wird. Beim Bremsen entstehen wiederum Kräfte, die auf die Pedale und ihre Halterung wirken.
Wenn sich diese Komponenten zu stark bewegen oder durchbiegen, wird es schwieriger, das Fahrzeug präzise und gleichmäßig zu kontrollieren.
Ein stabiles Cockpit reduziert unerwünschte Bewegungen und hilft dir, dich vollständig auf das Fahren zu konzentrieren.
Außerdem kannst du deine Sitzposition leichter einstellen und dauerhaft beibehalten.
Warum ein Cockpit aus Aluminiumprofilen?
Ein Aluminiumprofil-Cockpit verbindet hohe Stabilität mit flexiblen Einstellungsmöglichkeiten.
Dank der Profile kannst du Wheelbase, Pedale, Sitz und Zubehör so positionieren, dass sie zu deiner bevorzugten Fahrhaltung passen.
Auch spätere Upgrades lassen sich einfacher umsetzen.
Vielleicht beginnst du mit einem relativ einfachen GT-Setup und möchtest später eine stärkere Wheelbase, andere Pedale, einen Shifter oder zusätzliches Zubehör montieren.
Bei einem modularen Cockpit sind solche Änderungen häufig möglich, ohne dass du die gesamte Konstruktion austauschen musst.
Ein guter Einstieg: Sim-Lab GT1 EVO
Wenn du dein erstes festes Sim Racing Rig aufbauen möchtest, ist das Sim-Lab GT1 EVO ein sinnvoller Ausgangspunkt.
Die Konstruktion aus Aluminiumprofilen bietet eine stabile Basis für moderne Sim-Racing-Hardware und gleichzeitig genügend Flexibilität, um dein Setup später anzupassen und zu erweitern.
Du musst nicht gleich mit dem aufwendigsten Cockpit anfangen.
Schon ein gut konstruiertes Einsteiger-Rig kann die Stabilität und Verstellmöglichkeiten bieten, die du für ein überzeugendes Sim-Racing-Erlebnis brauchst.
Tipp für Einsteiger: Betrachte dein Cockpit als Fundament deines Setups. Wenn du dich früh für eine stabile und anpassbare Konstruktion entscheidest, werden spätere Hardware-Upgrades deutlich einfacher.

4. Rennsitz: Die richtige Sitzposition finden
Wenn du dich für ein Cockpit entschieden hast, geht es als Nächstes um den passenden Sitz.
Ein Rennsitz soll nicht nur gut aussehen.
Deine Sitzposition beeinflusst, wie bequem du lenken kannst, wie kontrolliert du die Pedale bedienst und wie konstant du auch bei längeren Sessions fährst.
Worauf solltest du bei einem Sim-Racing-Sitz achten?
Die wichtigsten Faktoren sind Komfort, Halt und Kompatibilität mit deinem Cockpit.
Ein guter Sitz unterstützt eine stabile Fahrposition, ohne deine Bewegungsfreiheit unnötig einzuschränken.
Für ein GT-Setup ist ein Schalensitz eine beliebte Wahl, weil er guten Seitenhalt bietet und eine gleichbleibende Sitzposition unterstützt.
Wenn du ein GT-orientiertes Setup zusammenstellst, kommen beispielsweise der Sim-Lab S1 Enduro GT und der S1 Sport GT infrage.
Je nach Sitz und Cockpit-Konfiguration benötigst du für die Montage und Einstellung möglicherweise zusätzlich ein Bucket Seat Bracket Set und einen Seat Slider.
So stellst du deine Sitzposition richtig ein
Beginne mit einem angenehmen Abstand zum Lenkrad.
Wenn du das Lenkrad hältst, sollten deine Arme leicht angewinkelt bleiben. Du solltest dich nicht nach vorne strecken müssen.
Anschließend passt du den Sitzabstand zu den Pedalen an.
Du solltest das Bremspedal kräftig betätigen können, ohne dein Knie vollständig durchzustrecken oder deinen Körper aus dem Sitz zu drücken.
Verändere die Einstellungen schrittweise, bis sich Lenkrad, Pedale und Sitz natürlich und bequem anfühlen.
Du musst dabei nicht versuchen, die Sitzposition eines professionellen Rennwagens millimetergenau nachzubilden.
Für dein erstes Setup sind Komfort und eine gleichbleibend gute Fahrzeugkontrolle wichtiger.
5. Lenkrad und Wheelbase: Force Feedback verstehen
Das Lenksystem ist wahrscheinlich die erste Hardware, an die die meisten Menschen beim Thema Sim Racing denken.
Dabei besteht es aus zwei unterschiedlichen Komponenten:
Das Lenkrad hältst du in den Händen und verwendest es, um das Fahrzeug zu steuern.
Die Wheelbase erzeugt den Lenkwiderstand und das Force Feedback.
Was ist Force Feedback?
Die meisten modernen Sim-Racing-Wheelbases nutzen Force Feedback (FFB), um dir Informationen über das Verhalten des virtuellen Fahrzeugs zu vermitteln.
Über das Lenkrad spürst du Veränderungen der Lenkkräfte, Bodenwellen, Curbs und Unterschiede bei der Reifenhaftung.
Diese Rückmeldungen helfen dir dabei, besser zu verstehen, wie sich das Fahrzeug gerade verhält.
Was ist eine Direct-Drive-Wheelbase?
Es gibt verschiedene Force-Feedback-Systeme. Direct-Drive-Wheelbases erfreuen sich unter Sim Racern jedoch zunehmender Beliebtheit.
Bei einem Direct-Drive-System ist das Lenkrad direkt mit dem Motor verbunden.
Anders als bei zahnrad- oder riemengetriebenen Systemen gibt es keine zusätzlichen Übertragungsmechanismen zwischen Motor und Lenkwelle.
Dadurch kann das Force Feedback besonders direkt, schnell und detailreich übertragen werden.
Direct-Drive-Wheelbases unterscheiden sich außerdem deutlich beim Drehmoment, das üblicherweise in Newtonmetern (Nm) angegeben wird.
Ein höheres Drehmoment bedeutet, dass die Wheelbase potenziell größere Lenkkräfte erzeugen kann. Mehr Leistung macht dich aber nicht automatisch zu einem schnelleren Fahrer.
Gerade für Einsteiger sind ein gut kontrollierbares Force Feedback, passende Einstellungen und die Kompatibilität mit dem restlichen Setup wichtiger als möglichst hohe Leistungswerte.
Im fortgeschrittenen Bereich richten sich Produkte wie die Sim-Lab DDS26 und DDS39 Direct Drive Wheelbases an Fahrer, die ein hohes Drehmoment und besonders detailliertes Force Feedback suchen.
Du musst allerdings nicht mit der leistungsstärksten Hardware beginnen.
Wähle ein Lenksystem, das zu deinem aktuellen Erfahrungsstand passt und mit dem du deine Fahrtechnik angenehm weiterentwickeln kannst.

6. Sim-Racing-Pedale: Warum das Bremsen so wichtig ist
Das Lenkrad bekommt oft die meiste Aufmerksamkeit. Dabei sind die Pedale mindestens genauso wichtig.
Dein erstes Pedalset besteht normalerweise aus Gas- und Bremspedal. Manche Konfigurationen verfügen zusätzlich über ein Kupplungspedal.
Während das Beschleunigen vergleichsweise einfach erscheint, gehört das richtige Bremsen zu den wichtigsten Fähigkeiten, die du beim Sim Racing entwickeln kannst.
Einfache Pedale oder Loadcell-Pedale?
Einfache Pedalsets messen häufig den Pedalweg.
Das bedeutet, dass der Simulator ein Signal erhält, das davon abhängt, wie weit du das Pedal durchdrückst.
Fortschrittlichere Loadcell-Pedale messen dagegen die Kraft, mit der du auf die Bremse drückst.
Das ist besonders hilfreich, weil gleichmäßiges Bremsen stark davon abhängt, wie kontrolliert du den Druck aufbaust und wieder reduzierst.
Wenn du lernst, die Bremskraft gleichmäßig aufzubauen und kontrolliert zu lösen, kannst du deine Bremspunkte zuverlässiger treffen und das Fahrzeug beim Einlenken besser kontrollieren.
Brauchen Einsteiger Loadcell-Pedale?
Nicht unbedingt.
Die Grundlagen des Sim Racing kannst du auch mit einem einfachen Pedalset lernen.
Wenn du später stärker an deiner Konstanz und Bremstechnik arbeiten möchtest, können Loadcell-Pedale allerdings ein sinnvolles Upgrade sein.
Das Sim-Lab XP1 Loadcell Pedal Set bietet beispielsweise verschiedene Einstellmöglichkeiten, mit denen du die Pedalposition und das Bremsgefühl an deine persönlichen Vorlieben anpassen kannst.
Wichtig ist dabei auch das Zusammenspiel zwischen Pedalen und Cockpit.
Ein Bremspedal mit hohem Widerstand lässt sich deutlich gleichmäßiger bedienen, wenn Pedal Deck und Sitz sicher an ihrer Position bleiben.
7. Monitor und Monitor Mount: Das richtige Sichtfeld schaffen
Ohne freie Sicht auf die Rennstrecke geht natürlich nichts.
Für dein erstes Sim-Racing-Setup reicht ein einzelner Monitor oder Fernseher vollkommen aus.
Allerdings kann die Position deines Bildschirms einen großen Unterschied beim Fahrerlebnis machen.
Steht der Monitor zu weit entfernt, zu hoch oder ist er ungünstig ausgerichtet, fällt es schwerer, Entfernungen einzuschätzen und die Umgebung des Fahrzeugs richtig wahrzunehmen.
Einzelmonitor, Ultrawide oder Triple-Monitor-Setup?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Ein einzelner Monitor ist unkompliziert, praktisch und für Einsteiger gut geeignet.
Ein Ultrawide-Monitor kann dir ein breiteres Sichtfeld bieten, ohne dass du mehrere Bildschirme benötigst.
Ein Triple-Monitor-Setup erweitert vor allem die seitliche Sicht deutlich. Dadurch kannst du mehr von der Strecke und den Fahrzeugen um dich herum erkennen.
VR beim Sim Racing ist eine weitere Möglichkeit. Mit einer VR-Brille sitzt du gefühlt direkt im virtuellen Cockpit. Allerdings bringt diese Lösung andere Anforderungen an Hardware, Leistung und persönlichen Komfort mit sich.
Die eine perfekte Lösung gibt es nicht.
Welche Variante für dich sinnvoll ist, hängt vom verfügbaren Platz, deinem Budget, der Leistung deines Computers und deinen persönlichen Vorlieben ab.
Warum ist der Monitor Mount wichtig?
Mit einem passenden Monitor Mount kannst du deinen Bildschirm in der richtigen Höhe, Entfernung und Neigung positionieren.
Außerdem bleibt der Monitor stabil und lässt sich präziser ausrichten.
Für ein erstes Setup kann ein Integrated Vario™ Single Monitor Mount eine praktische Lösung sein, wenn du den Bildschirm direkt an einem kompatiblen Cockpit befestigen möchtest.
Ein Freestanding Vario™ Single Monitor Mount bietet dagegen eine separate Konstruktion, die unabhängig vom Cockpit steht.
Wenn du später auf drei Bildschirme umsteigen möchtest, stehen dafür der Integrated Vario™ Triple Monitor Mount und der Freestanding Vario™ Triple Monitor Mount zur Verfügung.
Zubehör wie das VARIO™ VESA Kit kann bei der präzisen Ausrichtung der Monitore helfen. Der XERO-PLAY™ Triple Pivot bietet zusätzliche Einstellmöglichkeiten bei kompatiblen Triple-Monitor-Konfigurationen.
Für Einsteiger zählt vor allem eines:
Positioniere deinen Bildschirm so, dass du bequem sitzt, der Monitor stabil steht und du die Rennstrecke gut im Blick hast.
Dein Sichtfeld kannst du später jederzeit erweitern.
8. Was ist mit Shiftern, Handbremsen und anderem Zubehör?
An diesem Punkt wird jedes Sim-Racing-Setup zunehmend individueller.
Je nachdem, welche Fahrzeuge und Rennserien du bevorzugst, möchtest du vielleicht irgendwann einen Shifter, eine Handbremse, eine Button Box, ein Dashboard, eine Tastaturablage oder weiteres Zubehör ergänzen.
Das entscheidende Wort lautet allerdings: irgendwann.
Eine Handbremse kann besonders beim Rallye-Fahren und Driften hilfreich sein.
Ein sequenzieller Shifter sorgt bei Fahrzeugen mit entsprechendem Getriebe für zusätzliche Kontrolle und mehr Immersion.
Andere Sim Racer fahren jahrelang ausschließlich mit Schaltwippen am Lenkrad und benötigen keines dieser Zubehörteile.
Produkte wie der Sim-Lab SQ1 Sequential Shifter und die XB-1 Handbrake sind deshalb vor allem dann interessant, wenn sie zu deiner bevorzugten Motorsport-Disziplin passen.
Dasselbe gilt für andere Erweiterungen.
Eine Button Box kann praktisch sein, wenn du bestimmte Funktionen im Simulator schneller erreichen möchtest. Eine Tastaturablage erleichtert wiederum die Bedienung des Computers direkt am Cockpit.
Für deine ersten Runden ist dieses Zubehör jedoch nicht notwendig.
Baue dein Setup passend zu den Rennen auf, die du tatsächlich fährst – und nicht danach, wie viele Zubehörteile du daran befestigen kannst.

9. Deine Checkliste für das erste Sim-Racing-Setup
Wenn du ganz von vorne anfängst, hilft es, die benötigte Ausrüstung in drei Kategorien einzuteilen.
Grundausstattung
Diese Komponenten benötigst du, um auf die Strecke zu gehen:
- PC oder kompatible Konsole
- Rennsimulator
- Lenkrad und kompatible Wheelbase
- Gas- und Bremspedal
- Monitor oder Fernseher
Empfohlene Grundlage für ein festes Sim-Racing-Setup
Wenn du dir einen dauerhaften Sim-Racing-Platz einrichten möchtest, empfehlen wir, folgende Komponenten von Anfang an einzuplanen:
- Stabiles Sim-Racing-Cockpit, beispielsweise das Sim-Lab GT1 EVO
- Passender Rennsitz
- Geeignete Sitzhalterungen und bei Bedarf ein Seat Slider
- Stabile Befestigung für die Wheelbase
- Verstellbares Pedal Deck
- Passender Monitor Mount
Diese Komponenten helfen dir dabei, eine gleichbleibende Fahrposition einzunehmen und schaffen eine gute Grundlage für spätere Upgrades.
Optionale Upgrades
Je nach Erfahrung und bevorzugter Motorsport-Disziplin können später folgende Erweiterungen interessant werden:
- Direct-Drive-Wheelbase
- Loadcell-Pedale
- Ultrawide- oder Triple-Monitor-Setup
- VR-Brille
- Sequenzieller Shifter oder H-Schaltung
- Handbremse
- Kupplungspedal
- Dashboard oder DDU
- Button Box
- Weiteres Sim-Racing-Zubehör
Du musst nicht alles auf einmal kaufen.
Es hat sogar Vorteile, wenn du dir mit der Zusammenstellung Zeit lässt.
Mit einer gut geplanten Grundausstattung kannst du zunächst herausfinden, was dir beim Sim Racing wirklich wichtig ist, bevor du in fortschrittlichere Hardware investierst.
Sobald du weißt, ob du lieber GT-Rennen, Formel-Fahrzeuge, Langstreckenrennen, Rallye oder etwas ganz anderes fährst, fällt dir die Entscheidung für das nächste Upgrade deutlich leichter.
10. Häufige Fehler beim Aufbau des ersten Setups
Bevor du dich endgültig für deine Ausrüstung entscheidest, lohnt sich ein Blick auf einige typische Anfängerfehler.
Hardware kaufen, ohne die Kompatibilität zu prüfen
Nicht jedes Lenkrad funktioniert mit jeder Wheelbase. Ebenso ist nicht jede Wheelbase mit jeder Konsole kompatibel.
Prüfe deshalb vor dem Kauf immer, ob die gewünschten Komponenten zusammenpassen.
Zu viel Wert auf Leistung statt Kontrolle legen
Eine leistungsstarke Direct-Drive-Wheelbase kann hervorragendes Force Feedback bieten. Ein hohes Drehmoment allein garantiert aber noch kein besseres Fahrerlebnis.
Gerade für Einsteiger sind gleichmäßige, gut kontrollierbare Rückmeldungen wichtiger als maximale Kraft.
Die Sitzposition vernachlässigen
Eine unbequeme oder falsch eingestellte Fahrposition kann dazu führen, dass du weniger gleichmäßig bremst und lenkst.
Nimm dir deshalb ausreichend Zeit, um Sitz, Wheelbase und Pedale richtig einzustellen, bevor du versuchst, deine Rundenzeiten zu verbessern.
Ein Setup ohne Erweiterungsmöglichkeiten wählen
Deine Vorlieben können sich mit zunehmender Erfahrung verändern.
Ein modulares Cockpit und verstellbare Befestigungslösungen machen spätere Upgrades deutlich einfacher.
Zu früh zu viel Zubehör kaufen
Ein Shifter, eine Handbremse oder eine Button Box können eine tolle Ergänzung sein – aber nur, wenn du sie tatsächlich brauchst.
Konzentriere dich zunächst auf die Grundlagen und erweitere dein Setup, sobald du weißt, welche Komponenten für dich sinnvoll sind.
Baue dein Sim-Racing-Setup passend zu deinen Bedürfnissen auf
Das eine perfekte Sim-Racing-Setup für alle gibt es nicht.
Das beste Setup ist das, das zu deinen Fahrvorlieben, deinem verfügbaren Platz, deinem Budget und deinen Zukunftsplänen passt.
Ein Einsteiger, der hauptsächlich GT-Rennen fahren möchte, hat möglicherweise ganz andere Anforderungen als jemand, der sich auf Rallye oder Formel-Fahrzeuge konzentrieren will.
Entscheidend ist eine stabile und komfortable Fahrumgebung, in der du Spaß hast und deine Fähigkeiten Schritt für Schritt verbessern kannst.
Beginne mit der Grundausstattung.
Setze auf ein solides Fundament.
Finde heraus, was dir wirklich wichtig ist.
Und investiere erst dann in Upgrades, wenn du einen guten Grund dafür hast.
Mit der richtigen Herangehensweise kann sich dein erstes Sim-Racing-Setup zu einer vollständigen Rennsimulation entwickeln, die gemeinsam mit deinen Fähigkeiten wächst.
Nächster Artikel: Dein erstes Sim Racing Rig – vom Cockpit-Aufbau bis zur ersten Runde